In jeden Bereich Ihres Lebens spielt Gesundheit hinein. Gesunde Ernährung, gesunder Schlaf, aber vor allem ein gesundes Arbeiten, schließlich verbringen Sie einen Großteil Ihres Tages am Arbeitsplatz. Rückenprobleme entstehen oft nicht über Nacht. Im Gegenteil, sie sind die Folge eines langsam voranschreitenden Abnutzungsprozesses und Resultat vieler kleiner Fehlhaltungen. Warum der Gesundheitstrend Ergonomie am Arbeitsplatz auch für Sie relevant ist, erfahren Sie hier.

Warum liegt Ergonomie im Trend?

Acht Stunden pro Tag, oft fünf Tage in der Woche sitzen viele Menschen am Schreibtisch im Büro und arbeiten auf ihrem Computer. Die Auswirkungen dieser überwiegend sitzenden Tätigkeit zeichnen sich in der gesamten Gesellschaft ab.

Neben akuten Infektionen sind Rückenprobleme hauptverantwortlich für die meisten Arbeitsunfähigkeitstage in Deutschland. Schmerzen im Wirbelsäulenbereich häufen sich und schränken in Lebensqualität und Produktivität deutlich ein.

Ergonomie liegt also deshalb im Trend, weil sie im Interesse aller liegt. Arbeitnehmer profitieren von Schmerzfreiheit, Arbeitgeber von einer höheren Wirtschaftsleistung, Krankenversicherungen und der Staat wissen, dass unergonomische Arbeitsweise Milliarden von Euro kostet.

Die Gefahr ist also längst erkannt, allerdings deshalb noch lange nicht gebannt.

Eine neue Volkskrankheit: Krankheitsbild Rückenprobleme

Sitzen gilt als neue Volkskrankheit und schadet der Gesundheit enorm. Die grundliegende Problematik ist simpel: Wir sitzen heutzutage einfach zu viel und bewegen uns zu wenig! Und das, obwohl der Mensch nicht für langes Sitzen geschaffen ist.

Rückenschmerzen und Bandscheibenvorfall vorbeugen
Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer 1 in unserer heutigen Gesellschaft..

Auch Fehlhaltungen, die bei der Arbeit am Schreibtisch schnell entstehen, spielen natürlich eine Rolle. Im ‚besten’ Fall spüren wir einen langen Tag vor dem Computerbildschirm nur in der Nackenmuskulatur oder an leichten Verspannungskopfschmerzen, die dank Lockerungsübungen rasch vergehen.

Im schlimmsten Fall wird Druck auf die einzelnen Wirbelkörper aufgebaut. Die Bandscheiben werden in der Folge abgenutzt. Die Medizin spricht dann von einem degenerativen Bandscheibenvorfall. Ein schmerzhafter Bandscheibenvorfall ist außerdem in der Therapie langwierig und häufig schwierig.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Wie Sie auf Ergonomie setzen

Nicht nur, aber auch aufgrund dieser Gefahr sollten Sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Ein ergonomischer Arbeitsalltag sollte eine absolute Selbstverständlichkeit sein – für Sie und Ihren Chef!

Die richtige Büroausstattung setzt neben ausreichend Platz drei wichtige Grundelemente voraus:

  1. Ein höhenverstellbarer Schreibtischsessel mit Armlehnen und hoher Rückenlehne und zusätzlicher Polsterung im Bereich der Lendenwirbelsäule.
  2. Ein Schreibtisch, der mindestens 72cm hoch ist, im besten Fall aber an Ihre Körpergröße angepasst werden kann. Stehschreibtische sind eine Investition in Ihren Rücken und helfen im Mittagstief die Augen offen zu halten.
  3. Das Mindestmaß an technischer Ausstattung sind externer Monitor, Maus und Tastatur, die so positioniert werden, dass der Kopf ohne Spannung gehalten werden kann und die Arme im 90-Grad-Winkel gebeugt werden können.

Sitzen Sie im Büro nicht nur, um dann nach Hause zu gehen und sich dort auf das Sofa zu setzen. Wer mehr als zwei Drittel seiner Arbeitszeit bewegungslos im Sitzen verharrt, setzt sich selbst einem hohen Risiko aus. Arbeiten Sie stattdessen auch im Stehen oder gehen Sie zur Kollegin nebenan statt ihr ein kurzes E-Mail zu schicken.

Die richtige Work-Life-Balance beeinflusst natürlich obendrein Ihr Wohlbefinden. Achten Sie deshalb auch nach Feierabend auf ausreichend Bewegung. Schwimmen, Klettern oder Tanzen heben nicht nur die Laune und lassen uns abschalten, sie stärken auch die Rückenmuskulatur.