Sie haben Fett von Ihrem Speiseplan gebannt? Zu ungesund, hm? Mitnichten! Wenn es um den Gesundheitswert von Öl und Fett geht, muss man nur wissen wie’s geht. Wie Sie gesund durch die Speiseöl-Auswahl kommen:

Warum ist welches Öl gesund?

Sag‘ mir wie lang deine Ketten sind und ich sage dir wie gesund du bist. Besonders langkettige Fettsäuren wie Omega 3 können nicht vom Körper gebildet werden und müssen also durch die Nahrung, mit Rapsöl oder Walnussöl aufgenommen werden. Jedoch auch wieder nicht zu viel davon!

Gesättigt oder ungesättigt?

Das war lange die Frage. Aber die Entscheidung ist gar nicht so einfach, denn kaum ein Speiseöl enthält nur gesättigte oder nur eine Art von ungesättigten Fettsäuren. Auf das Mischverhältnis kommt es also an und tatsächlich lässt sich auch nicht mehr sagen, welche der Arten nun am gesündesten ist.

Kalt oder warm?

Nicht gepresst, sondern gegessen! Ob ein Öl gesund ist, entscheidet auch ob es richtig verwendet wird. Öle mit einem zu großen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren haben einen zu niedrigen Rauchpunkt und kommen besser in den Salat, da sie sonst schädliche Stoffe bilden. Öle mit einfach ungesättigten oder gesättigten Fettsäuren kommen in die Pfanne.

Olivenöl

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Olivenöl – der Dauerbrenner in einer gut sortierten Küche.

Wohl die Königin unter den gesunden Pflanzenölen. Mit den einfach ungesättigten Fettsäuren hilft es gesundes HDL-Cholesterin aufzubauen. Vorsicht ist geboten beim Braten mit Olivenöl. Kaltgepresstes, natives Olivenöl raucht schon ab 160°C. Bedecken Sie lieber den Salat damit und braten Sie Ihr mediterranes Gemüse mit der raffinierten Variante an.

Traubenkernöl

Aus Wein werde Öl. So teuer es sich anhört ist es auch: Traubenkernöl ist eines der teuersten Speiseöle. Aber Achtung vor den mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die sollten nur mit Bedacht konsumiert werden. Dafür schützt es mit viel Vitamin E vor Alterung und Krebsrisiko.

Kokosnussöl

Da haben wir schon einen gesunden gesättigten Vertreter. Über 90 % der enthaltenen Fettsäuren sind gesättigt, 50 % des Kokosnussöls ist die gesunde Laurinsäure, die schädliche Bakterien abtöten können. Es ist zudem ganz einfach zu verwenden, ganz wie Butter, und schmeckt leicht kokos-nussig.

Erdnussöl

Erdnussöl hat ein relativ ausgewogenes Verhältnis an Fettsäuren: fast die Hälfte sind einfach ungesättigte, etwa ein Drittel mehrfach ungesättigt und etwa ein Fünftel gesättigt. Außerdem enthält es Vitamin E, B1, D und K. Natives Erdnussöl ist eher für Salate geeignet, da erst die raffinierte Variante einen hohen Rauchpunkt hat.

 

Bonus-Tipp: Die besten Inhaltsstoffe der gesündesten Öle werden Ihrer Gesundheit nichts helfen, wenn das Öl ranzig geworden ist. Je mehrfach ungesättigter die Fettsäuren, desto schneller geht das. Gehen Sie mal Ihren Öl-Vorrat durch und stellen Sie einige davon gegebenenfalls in den Kühlschrank; Walnuss- und Kürbiskernöl beispielsweise.