Kinderanhänger sind die beliebte Alternative zu Fahrradsitzen und werden von Eltern und Kindern gleichermaßen geschätzt. Immer mehr greifen zu dieser praktischen Transportmethode, um die vielen komfortablen Vorteile nutzen zu können. Immerhin gelten Fahrradanhänger als die sicherste Methode, um auch die Kleinsten dabeizuhaben. Doch leider übersehen viele auch die Gefahren, die in so einem Gerät stecken können – die Rede ist von Schadstoffen, die der Gesundheit Ihrer Kinder schaden können.

Schadstoff-Tests bei Kinderanhängern

Um Fahrradanhänger auf Schadstoffe zu prüfen, wurde im Jahr 2010 ein umfangreiches Testverfahren durchgeführt. Auch viele große Herstellernamen wurden ins Visier genommen – die ADAC & Stiftung Warentest haben sich dieser Aufgabe angenommen. Leider waren die Ergebnisse gelinde gesagt erschreckend! Auch bekanntere Marken schnitten beim Schadstoff-Urteil leider weniger gut ab. Darunter etwa Kid’s Touring , Monz und Kindercar.

Bessere Ergebnisse erzielten Thule, Burley und Zwei plus zwei: mit einer „Gut“-Bewertung konnten sie eine annehmbare Bilanz ziehen. Als relativ ungefährlich wurde außerdem der „Cougar 2“ von Chariot (heute Thule) eingestuft, denn auch er erhielt ein „Gut“. Mit der drittbesten Note geht es beim Burley Solo und dem Burley D’Lite weiter. Mit einem knappen 2,6 schrammen diese Modelle knapp am „Gut“ vorbei.

Testsieger war der „Chariot Chinook“, der die geringste Schadstoffbelastung von sich behaupten kann. Einen aktuellen Fahrradanhänger Test finden Sie übrigens bei Zweiradkraft.com.

Schadstoffe im Fahrradanhänger und ihre Folgen

Natürlich denken Sie als Elternteil beim Thema Sicherheit sofort an technische Details. Die Qualitätssiegel müssen stimmen und eine Auflistung von Testverfahren beruhigt das Gewissen. Dieser Gedankengang ist natürlich gut nachvollziehbar, doch auch bei den Materialien sollte man die Augen offen halten. Denn genau dort können sich Schadstoffe verstecken.

Etwa die Schiebegriffe, Sichtfenster, Seitenwände, der Regenschutz oder auch der Gurt und die Polster können sich als Gesundheitsrisiko für Ihr Kind erweisen. Die Stoffe um die es hier geht, sind meistens Weichmacher, genauer Phthalate, Farbstoffbestandteile wie Anilin (krebserregend) oder auch PAK (polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe).

Lesen Sie etwa bei Testergebnissen von DIDP (Diisodecylphthalat) oder DINP (Diisononylphthalat), dann sollten die Alarmglocken klingeln. Denn diese Gifte schädigen nicht nur Leber und Nieren, sondern werden auch mit Veränderungen des Erbguts, Fortpflanzungsschädigung und sogar Krebs in Verbindung gebracht.

Info: beispielsweise wurde beim Hersteller Monz Anilin in den Modellen gefunden, Kid’s Touring und Kindercar hatten zu viel DIDP und DINP.

Kriterien für die Schadstoffermittlung

Auch wenn Sie schlechte Beurteilungen lesen, sollten Sie mit einer vorschnellen Meinung vielleicht etwas vorsichtig sein. Denn die jeweiligen Testkriterien sind nicht immer so stimmig, wie man meinen möchte. Beim Modell „Croozer Kid 2“ beispielsweise, wurde das Testverfahren angezweifelt.

Denn für gewöhnlich nimmt man den Ökotex Standard 100 zurate, wenn es um Fahrradanhänger geht. Der lehnt sich nämlich an die Kriterien für Baby- und Kinderkleidung an.

In diesem Fall aber wurde eine Beurteilung verwendet, die sich an Schnullern und Beißringen orientiert – der Sinn dieser übermäßigen Strenge wurde stark angezweifelt. Schließlich ist der orale Kontakt der Materialien zu den Kindern hier deutlich geringer. Croozer har beispielsweise umgehend reagiert. Die Produkte der Marke sind seit 2012 mit dem TOXPROOF-Siegel versehen!

Tipp: Falls Sie weiter an guten Elterntipps rund ums Thema Fahrrad und Kinder interessiert sind, hilft Ihnen die Website Zweiradkraft.com weiter! Dort finden Sie Ratgeber zu verschiedenste Themen rund um Fahrradanhänge für Kinder.

Schadstoffe in Fahrradanhängern können nachweislich der Gesundheit Ihres Kindes schaden. Um das zu verhindern, sollten Sie sich vor dem Kauf aus vertrauenswürdigen Quellen gut über die Qualität und Herstellung Ihres Wunschmodelles informieren.