Trockene Augen sind fast schon eine Volkskrankheit. Kaum jemand, der nicht schon einmal darüber geklagt hat. Die Trockenheit hat viele verschiedene Ursachen, allerdings ist die Folge immer das Aufreißen des schützenden Tränenfilms. Ist dieser gestört, ist die empfindliche Augenoberfläche häufig dem direkten Kontakt mit der Umgebungsluft ausgesetzt, was zur Austrocknung führt. Schmerzen, rote Augen und ein Fremdkörpergefühl sind die Folge, auch Infektionen werden begünstigt. Daher sollten Sie stets vorzeitig gegen trockene Augen vorgehen. Diese Tipps helfen Ihnen dabei.

Augentropfen zur Beschwerdelinderung

Augentropfen bekommen Sie rezeptfrei in jeder Apotheke. Die sogenannten künstlichen Tränen verschaffen sofort Linderung, indem Sie einen feinen Feuchtigkeitsfilm auf der Oberfläche des Auges bilden. Wenn flüssige Augentropfen keine Linderung zeigen, können Sie auch nach Gelen fragen, die den Tränenfilm dauerhaft stabilisieren. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass die Tropfen oder Gele keine Konservierungsmittel enthalten, denn diese können die Beschwerden im Ernstfall verschlimmern.

Ernährung zur Vermeidung trockener Augen

Wasser trinken
Wichtig ist es, dass man bei trockenen Augen genügend Wasser trinkt.

Auch mit der passenden Ernährung können Sie dazu beitragen, dass trockene Augen gar nicht erst auftreten. Wichtig ist hierbei, dass Sie möglichst viel Wasser oder ungesüßte Tees trinken. Mindestens zwei Liter pro Tag sind empfehlenswert.

Studien haben zudem gezeigt, dass eine vermehrte Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren positive Auswirkungen auf die Gesundheit des Auges haben kann. Sie können diese entweder in Form von Präparaten oder fettem Fisch, wie zum Beispiel Lachs, zu sich nehmen.
Rauchen oder Alkohol dehydratisieren den Körper und sollten daher vermieden werden.

Für passende Umweltbedingungen sorgen

Wenn die Luft zu trocken ist, leiden Sie häufiger an trockenen Augen. Sorgen Sie daher vor allem in der kalten Jahreszeit mit einem Luftbefeuchter vor. Regelmäßiges Lüften verschafft ebenfalls Abhilfe. Allerdings sollten Sie Zugluft vermeiden. Die Lüftung im Auto sollte zum Beispiel nicht frontal auf Ihre Augen gerichtet sein.

Regelmäßige Bildschirmpausen

trockene Augen durch Computerarbeit
Auch regelmäßige Bildschirmpausen sind bei trockenen Augen sehr wichtig.

Wenn Sie einem Bürojob nachgehen und viel am Computer sitzen, haben Sie eventuell häufiger mit trockenen Augen zu kämpfen, als andere. Das kommt daher, dass das Arbeiten am Computer die Lidschlaghäufigkeit reduziert, was die Augen wiederum austrocknet. Legen Sie daher regelmäßige Pausen ein, in denen Sie bewusst häufig blinzeln.

Auf Kontaktlinsen verzichten

Wenn Sie Kontaktlinsen tragen, sollten Sie bei trockenen Augen lieber auf diese verzichten, oder sie zumindest im Wechsel mit einer Brille tragen. Das entlastet Ihre Augen ein wenig. Haben Sie als Kontaktlinsenträger für den Notfall auch immer künstliche Tränen dabei, mit denen Sie Ihr Auge benetzen können.

Im Zweifel zum Arzt

Wenn Sie häufiger unter trockenen Augen leiden, sollten Sie zum Augenarzt gehen. Dieser kann Schäden an Horn- oder Bindehaut erkennen und sicher vermeiden, indem er feststellt, ob Sie genügend Tränenflüssigkeit bilden. Mit einem sogenannten Schirmer-Test untersucht der Arzt den Tränenfilm auf Ihrem Auge und kann Ihnen entsprechende Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen.

Trockene Augen sind zwar unangenehm, in den meisten Fällen aber harmlos. Meist lassen sich trockene Augen mit Augentropfen, hoher Luftfeuchtigkeit und ausreichend Wasser sehr gut kurieren. Die oben genannten Tipps geben Ihnen einen Anhaltspunkt zur Bekämpfung des Problems. Sollten die Beschwerden nicht besser werden, suchen Sie bitte einen Augenarzt auf.