Wenn Sie in letzter Zeit das Wort „Ayurveda“ gehört haben, oder ein entsprechendes Gericht auf der Speisekarte entdeckt haben, dann haben wohl auch Sie schon etwas von dem Wohlfühltrend mitbekommen. Doch was soll dieses Ayurveda überhaupt sein? Hier erfahren Sie alles Wichtige zum Thema – von der Grundphilosophie der Heilkunst bis zu den tollen Benefits der ayurvedischen Küche!

Ayurveda kurz vorgestellt

Bei Ayurveda handelt es sich im Prinzip um eine uralte indische Heilkunst – „veda“ bedeutet „Wissen“ und „ayur“ heißt so viel wie „vom langen Leben“: Das Wissen vom langen Leben also. Hier klingt schon ein wichtiger Punkt mit. Denn Ayurveda ist eine ganzheitliche Lebensphilosophie, mit der unser Körper wieder in die richtige Balance kommt.

Dazu gehören neben einer achtsamen Ernährung auch Massagen, Yoga, sowie spezielle Reinigungskuren (Panchakarma). Ayurveda sorgt dafür, dass alle Körperfunktionen im Gleichgewicht sind, damit der Körper, sowie auch die Seele gesund und zufrieden bleiben.

Die ayurvedische Küche: Vata, Pitta & Kapha

In diesem Zusammenhang sind auch diese drei Begriffe relevant: sollten Sie mal von Vata, Pitta, oder Kapha hören, dann sind damit die drei bioenergetischen Grundprinzipien der ayurvedischen Lehre gemeint. Diese sogenannten Doshas helfen uns dabei, unsere Nahrung reibungslos zu verarbeiten. Ein Ungleichgewicht und Überschuss eines der Doshas bedeutet aber wiederum, dass gewisse Krankheiten entstehen können. Die ayurvedische Ernährung wirkt ausgleichend dagegen an.

Aus diesem Grund sollte jeder und jede die individuelle Grundkonstitution kennen. Je nachdem, welcher Dosha-Typ Sie sind, ist ein anderer Ernährungsplan sinnvoll für Sie. Ein Beispiel:

  • Vata-Mensch: Sie haben häufig Verdauungs- und stressbedingte Probleme
  • Pitta-Mensch: bei Ihnen können Sodbrennen und cholerische Merkmale auftreten
  • Kapha-Mensch: in vielen Fällen sind Sie anfälliger für Übergewicht

Aufbauend auf diesem Wissen, können Sie herausfinden, welche Ernährung Sie am besten vertragen.

Tipps für das Kochen nach Ayurveda Art

Sind Sie jetzt auf den Geschmack gekommen, was Ayurveda betrifft, dann sehen Sie sich am besten noch diese ayurvedischen Kochtipps an:

Gewürze im Ayurveda
Gewürze sind im Ayurveda ein sehr wichtiger Bestandteil.
  • Essen Sie drei Mal am Tag möglichst warm und frisch, Rohkost wenn dann nur Mittag.
  • Trinken Sie reichlich, am besten jede halbe Stunde heißes Wasser oder Ingwerwasser.
  • Kochen Sie mit den 6 Rasas, den Geschmacksrichtungen süß, bitter, salzig, scharf und herb.
  • Aromatische Gewürze und Kräuter sind ideal, wie etwa Senfsamen, Hing und Ingwer.
  • Ghee macht sich als perfekter Butter- und Öl-Ersatz, denn es reinigt das Gewebe.
  • Verwenden Sie wenig Salz, und wenn dann Steinsalz.
  • Verzichten Sie weitgehend auf Teig- und Backwaren, sowie schwere und süße Speisen.
  • Statt Zucker Honig oder Ahornsirup
  • In der ayurvedischen Küche werden tierische Eiweiße wie Fleisch, Käse und Eier gemieden.

Und der allerwichtigste Tipp: essen Sie mit Achtsamkeit und Freude! Denn Essen soll Ihnen guttun und nicht zu Ihrem Feind mutieren. Machen Sie sich mit jeder Mahlzeit bewusst, warum Sie gerade essen. Anstatt nebenbei am Computer zu naschen, hilft das Essen mit Überzeugung aktiv beim Wohlfühlen!

Fazit: Ayurveda kann die Lebensqualität entschieden verbessern

Bei Ayurveda handelt es sich nicht nur um ein paar Weisheiten auf Papier. Mit der Besinnung auf die individuellen Bedürfnisse unseres Körpers, können wir uns eine Ernährung aneignen, die Körper und Seele gleichermaßen guttut. Harmonisierende Praktiken wie Yoga helfen gegen Stress und Beschwerden, und Massagen und Reinigungskuren entgiften unseren Körper nachhaltig. Versuchen Sie es einmal mit Ayurveda und erleben Sie die vielen wunderbaren Bereicherungen selbst!