Es klingt einfach und durchaus einleuchtend: Wer auf das Abendessen verzichtet, spart Kalorien und nimmt dadurch ab – eine Methode, die man auch unter dem Begriff „Dinner Cancelling“ kennt. Was an dieser Diät-Form dran ist und ob sie wirklich effektiv ist, erfahren Sie hier.

Von Dinner Cancelling sprechen wir, wenn die letzte Mahlzeit des Tages bis 17 Uhr erfolgte. Alternativ orientieren Sie sich bei Ihrem Tagesablauf einfach an der folgenden Faustregel: Mindestens 14 Stunden sollten zwischen dem Frühstück und der Mahlzeit vor dem Schlafengehen liegen. Ein Vorgehen, dass manche Experten als zu radikal erachten, jedoch viele Anhänger hat.

Warum Dinner Cancelling seine Daseinsberechtigung hat

Das Erfolgsrezept des Dinner Cancellings hat gleich zwei Zutaten: Zum einen sparen Sie durch den Verzicht auf das Abendessen durchschnittlich 500 Kalorien und zum anderen wird durch die verminderte Nahrungsaufnahme am Abend die Fettverbrennung in der Nacht angekurbelt.

Fast noch entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass Sie nicht nur das Abendessen, sondern auch die Gummibärchen- oder Chips-Tüte vermeiden – vorausgesetzt Sie bleiben eisern. Der erholsame Schlaf in der Nacht (da Ihr Körper nicht mit der Verdauung beschäftigt ist) komplettiert das Vorteil-Portfolio des Dinner Cancellings.

Vorsicht vor dem Jojo-Effekt

Experten betrachten den Trend des Dinner Cancellings mit gemischten Gefühlen. Einerseits ist die gesunde Wirkung des Fastens unbestritten. Andererseits warnen sie jedoch ausdrücklich vor dem gefürchteten Jojo-Effekt, der beim Dinner Cancelling besonders groß ist.

Sobald Sie in alte Essgewohnheiten verfallen, werden die Pfunde wahrscheinlich schneller wieder auf Ihren Hüften landen, als Ihnen lieb ist. Das liegt daran, dass sich der Körper an die verminderte Nahrungszufuhr gewöhnt hat und mit einer Verlangsamung des Stoffwechsels. Ernähren Sie sich anschließend, wie vorher, „sammelt“ der Körper die Nährstoffe in Form von Fettdepots.

Wer sich für das Dinner Cancelling entscheidet, braucht viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Die Gefahr, in alte Verhaltensmuster zu verfallen, ist groß und auch der gefürchtete Jojo-Effekt sollte nicht unterschätzt werden.